top of page
  • AutorenbildJohanna

Ist Cholesterin schädlich?

Aktualisiert: 12. Juni 2023

Seit den 1950er Jahren hält sich sehr eisern die Theorie, dass ein zu häufiger Verzehr von Eiern zu einem zu hohen Cholesterinspiegel führt. Eier seien Schuld an zu hohem Cholesterin und ein gesteigerter Konsum führt zu gefährlichen Krankheiten.

Jeden Tag ein Ei soll schon für einen zu hohen Spiegel sorgen und der Beginn eines schlimmen Gesundheitszustand sein.


Aber was ist eigentlich Cholesterin und ist es wirklich gefährlich?

Woher kommt diese Theorie und entspricht sie tatsächlich der Wahrheit?


Das erfährst Du in diesem Beitrag über Cholesterin. Welche Arten es gibt, welche davon schädlich sind, in welchen Lebensmitteln sie es vor kommt und vor allem welche Wirkung es im Körper hat.


DAS ERWARTET DICH

- TIPP

5) Fazit


 


 

Das "böse" Cholesterin?


Was ist also Cholesterin? Ganz nüchtern gesagt ist Cholesterin ein Lipoprotein ("Lipo" = Fett; "Protein" = Eiweiß) und Bestandteil aller Menschlicher Gewebe!


Dem Irrglauben zufolge sollte man extrem vorsichtig sein beim Konsum von Cholesterin. Der Körper stellt es auch selbst her, schon gewusst?


Cholesterin ist als Bestandteil sämtlicher Zellmembranen des Körpers einerseits unverzichtbar für den menschlichen Organismus; andererseits führen zu große Mengen Cholesterin zu Problemen, beispielsweise wenn das Cholesterin sich in den Blutgefäßen ablagert.

Dabei unterscheidet man "böses Cholesterin" LDL und auch "gutes Cholesterin" HDL.


LDL und HDL


LDL ("Low-density Lipoprotein" oder auf deutsch "Cholesterin mit niedriger Dichte") transportiert vom Körper selbst gebildetes Cholesterin von der Leber zu den Geweben und zirkuliert im Blut für circa fünf Tage. Cholesterin wird vor allem als Bestandteil von Zellmembranen und als Vorstufe von Gallensäuren und Steroidhormonen benötigt.

LDL-Cholesterin ist auch für Krankheiten wie Arterienverkalkung verantwortlich. Das passiert durch einen chemischen Vorgang im Körper, wobei durch Oxidation fettlösliche Vitamine, insbesondere Vitamin E verbraucht werden und Tryptophan oxidiert werden.


Das oxidierte LDL wird ungehemmt und konzentrationsunabhängig direkt von den Arterienwänden aufgenommen und gespeichert. Das heißt, egal wie hoch die LDL Menge ist, wird alles in den Arterienwänden (durch die unser Blut fließen) aufgenommen und es entsteht auf Dauer eine Verengung der Arterien.

Die Folge ist, dass das Blut nicht mehr richtig durch den Körper fließt. Das erhöht das Risiko für Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


HDL ("High Density Lipoprotein" oder auf deutsch "Cholesterin mit hoher Dichte") ist eine Klasse von Lipoproteinen und ein Parameter des menschlichen Fettstoffwechsels.

Sie transportieren im menschlichen Körper unter anderem Cholesterin und Cholesterinester von den Geweben zur Leber, wo sie ausgeschieden werden. Es existieren mindestens drei Unterformen. Ein normal hoher HDL-Spiegel (300-500 mg/Tag) im menschlichen Blut ist ein Marker für ein geringes Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen.


Funktion

Cholesterin hat viele wichtige Funktionen im Körper. Die Hauptaufgabe des HDL besteht darin, überschüssiges Cholesterin aus den peripheren Geweben, zum Beispiel aus den Wänden von Blutgefäßen, zurück zur Leber zu transportieren. Hier kann das Cholesterin dann in Gallensäuren umgewandelt und so über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden werden.

Eine weitere wichtige Funktion ist die Verstoffwechselung von Fetten.


Vorkommen in Lebensmitteln

Die DGE empfiehlt eine maximale Aufnahme von Cholesterin von 300-500mg pro Tag. Das entspricht etwa einem Ei (enthält ca. 300mg)

Aus dem Darm werden gerade mal 35 - 50% des Cholesterins der Nahrung aufgenommen. Das heißt man kann auf jeden Fall mehr als 1 Ei am Tag essen!


Außerdem wird empfohlen, die verschiedenkettige Fette in einem guten Gleichgewicht zu halten. Das ist wichtig für den Cholesterinspiegel, denn gesättigte Fettsäuren erhöhen die Menge vom schädlichen LDL-Cholesterin.

Neuste Erkenntnisse belegen, dass die Menge von einfach ungesättigten Fettsäuren höher sein, da sie den LDL-Cholesterinspiegel senken!


Deshalb sollte z.B. Fisch und Leinöl häufig auf dem Speiseplan stehen, da in einigen Sorten wie Lachs und Hering viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten.


TIPP:

Jeden Tag 1EL Leinöl füllt den Omega-3-Haushalt auf. Das Verhältnis von Omega 6 zu 3 ist bei 99% der Bevölkerung unausgeglichen. (sollte 1:5 sein, ist aber bei 1:10!)


Hier ein kleiner Überblick von Lebensmitteln, die generell Cholesterin enthalten

  • Ei

  • Butter

  • Fleisch und Wurstwaren

  • Leber

  • Meeresfrüchte

  • Fisch


Einfluss auf Krankheiten

Wird ein zu hoher Cholesterinwert diagnostiziert, wird vom Allgemeinwert gesprochen. Hier sollte nachgefragt werden, wie das Verhältnis ist.

Aber vor allem das LDL sorgt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das begünstigt wird durch:

  • Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

  • eine zu fettreiche Ernährung

  • Rauchen

  • übermäßiger Alkoholgenuss

  • erblich bedingtes, fehlendes Enzym


Fazit

Cholesterin erfüllt viele wichtige Aufgaben im Körper. Es komplett zu meiden ist sehr riskant, da Medikamente genommen werden müssen, um diese fehlende Menge zu kompensieren.

Der Körper kann sich an die künstlich zugegebene Menge gewöhnen und schränkt dann die Eigenproduktion ein, um keine Überdosis zu riskieren.


Die Gefahr besteht im Wunsch die Medikamente wieder abzusetzen. Bis das Cholesterin wieder selbst vom Körper gebildet wird, dauert es und es kann zu Unterfunktionen führen.

Ich empfehle deshalb den Cholesterinwert über eine ausgewogene Ernährung im Gleichgewicht zu halten und den Körper dabei zu unterstützen sich selbst wieder zu regulieren.


Möchtest Du gerne deine Ernährung umstellen oder optimieren und weißt nicht genau, wo Du anfangen sollst?

Dann melde dich gerne hier bei mir und wir beide quatschen darüber, wie ich dir helfen kann.




7 Ansichten0 Kommentare

Ähnliche Beiträge

Alle ansehen

Comentarios


bottom of page